Kalzinierung

Kalzinierung Ihrer Materialien in Drehrohröfen oder Pulsationsreaktoren

Der Begriff „Kalzinierung“ oder „Kalzinieren“ bezeichnete ursprünglich das Kalkbrennen, also die Entsäuerung von Kalkstein. Diese Herkunft merkt man schon im Begriff selbst. Der Wortstamm von „Calcinieren“ oder „Calcination“ kommt vom lateinischen „Calx“ für Kalkstein. Auch wenn der Begriff im engeren Sinn nur das Dekarbonisieren oder Dehydratisierung benennt, wird er heute für eine Vielzahl von thermischen Prozessen genutzt, bei denen eine Hochtemperaturbehandlung stattfindet. Ziel kann es sein, feste Stoffe zu erhitzen, zu entwässern, zu zersetzen oder chemisch umzuwandeln.

Kalzinierung in Drehrohröfen

Zum Kalzinieren setzen wir sowohl direkt, als auch indirekt beheizte Drehrohröfen in verschiedensten Größen ein. Zusätzlich haben wir ein Verfahren zur Thermoschock-Kalzinierung entwickelt – den Pulsationsreaktor. Das Material wird hierbei sehr hohen Aufheiz- und Abkühlraten ausgesetzt und bekommt so außergewöhnliche Eigenschaften.

Nach wie vor werden große Mengen Branntkalk aus Kalkstein hergestellt, also die Kalzinierung von Kalziumoxid aus Kalziumkarbonat. Für die allgemeine Zersetzung von Karbonaten zu Metalloxiden und CO2 wird der Begriff heute aber ebenfalls verwendet.

Die Kalzinierung wird aber auf noch breitere Spektren von Materialien angewendet, zum Beispiel für die Behandlung von Aluminiumhydroxid zur Herstellung von Aluminiumoxid sowie beim Tonbrennen und dem Entfernen von Kristallwasser aus hydratisierten Salzen. Aber auch in der Produktion von Feinchemikalien, Katalysatoren und Pigmenten kommt die Kalzination als Teilprozess zum Einsatz, sodass sie heute zu einem der vielseitigsten chemischen Verfahren zählt.

Als Servicedienstleister führen wir für Sie Kalzinierungen traditionell in Drehrohröfen durch und erproben kostensparend neue Prozesse und Materialideen oder übernehmen die komplette Produktion mit höchsten Qualitätsansprüchen.

Im Pulsationsreaktor kann eine Thermoschock-Kalzinierung durchgeführt werden, was neuartige Materialeigen- schaften ermöglicht. Bei dieser Art der Kalzinierung werden die Partikel versprüht und mit einer Verweilzeit von 0,1 – 4,0 Sekunden behandelt.
 

Kalzinierung – Möglichkeiten bei IBU-tec

Bei der IBU-tec können Sie Ihr Material sowohl unter oxidierenden, inerten, als auch reduzierenden Bedingungen behandeln. In indirekt beheizten Öfen, wo sich die Wärmequelle außerhalb des Drehrohres befindet, können die nötigen Gasatmosphären vergleichsweise leicht realisiert werden. In unseren direkt beheizten Öfen können wir oxidierende oder reduzierende Bedingungen schaffen. Letztere, indem wir den Brenner mit „unterstöchiometrischer Flamme“ betreiben.

Der Pulsationsreaktor ist ein in sich geschlossenes System und eignet sich somit ebenfalls, um verschiedene Reaktionsatmosphären einzustellen.

Suchen Sie Unterstützung bei Projekten, die eine Kalzinierung oder eine andere thermische Behandlung erfordern? Dann kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne.