Der indirekt beheizte Drehrohrofen ist für eine kontinuierliche Wärmebehandlung von Schüttgütern vorgesehen. Das Aufgabegut sollte fein- bis mittelkörnig sein. Auch pulvriges Gut kann thermisch behandelt werden.
Das Material gelangt über eine Dosiervorrichtung direkt in das Ofeninnere. Nach der thermischen Behandlung kann das Gut aufgefangen oder in einem indirekten Wasserkühler gekühlt werden. Anschließend fällt das Fertiggut in die vorgesehene Verpackungseinheit oder kann alternativ pneumatisch in einen Chargenmischer transportiert werden. Mittels Chargenmischer kann eine Homogenisierung des Versuchsproduktes erfolgen.
Der indirekt beheizte Drehrohrofen wird mit vier getrennt voneinander regelbaren Heizzonen elektrisch beheizt. Es ist der Temperaturgradient und die Aufheizgeschwindigkeit in diesen Zonen einstellbar. Die Maximaltemperatur von 1.100°C wird durch den Werkstoff des Metallrohres begrenzt. Alternativ kann für höhere Temperaturen (1.450°C) ein keramisches Rohr eingesetzt werden. Das Ofenabgas kann wahlweise im Gleich- oder Gegenstrom abgeführt werden.
Die indirekte Beheizung hat den Vorteil, dass vorhandene Feuchte oder Reaktionsgase mit nur geringen Gasgeschwindigkeiten das Rohr durchströmen, und damit Feinstanteile nicht vom Gasstrom mitgeführt werden.
| Ofenlänge | 5,5 m |
|---|---|
| beheizte Länge | 2,5 m |
| lichter Durchmesser | 0,35 m |
| Ofenneigung | stufenlos einstellbar |
| Ofendrehzahl | stufenlos einstellbar |
| Durchsatz Aufgabegut (materialabhängig) | 20 .. 100 kg/h |
| Beheizung | elektrisch (105 kW), 4 Heizzonen |
| Brenntemperatur | Metalldrehrohr: 1.100 °C Keramik-Drehrohr: 1.450 °C |
| Betriebsbedingungen | Gegenstrom, Gleichstrom, Batchbetrieb |
| Ofenbefüllung | volumetrisch/gravimetrisch mittels Dosierwaage, Schneckendosierer, Vibrationsrinne u.a. |
| Aufgabegut | vorzugsweise mineralische Stoffe, feinkörnig bis feinstückig, Pulver, Spezialprodukt |
| Besonderheiten | Einbau Keramik-Drehrohr für hohe Temperaturen |
| Peripherie | Gewebeabscheider Chargenmischer |