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IDO 3

Der indirekt beheizte Drehrohrofen ist für eine kontinuierliche Wärmebehandlung von Schüttgütern vorgesehen. Das Aufgabegut sollte fein- bis mittelkörnig sein. Auch pulvriges Gut kann thermisch behandelt werden.

Das Material gelangt über eine Dosiervorrichtung (gravimetrische Dosierschnecke) direkt in das Ofeninnere. Nach der thermischen Behandlung wird das Gut sofort in einer mit Wasser von außen bedüsten Trommel gekühlt, die mit dem Drehrohr in einer Ebene fest verbunden ist. Anschließend fällt das Fertiggut am Ofenauslauf nach Öffnen einer Klappe in die vorgesehene Verpackungseinheit, z.B. Fässer. Alternativ kann eine Abfüllung in Bigbags oder in einen Chargenmischer zur Homogenisierung erfolgen.

Der indirekt beheizte Drehrohrofen wird mit sech getrennt voneinander regelbaren Heizzonen mittels Erdgas beheizt. Es ist der Temperaturgradient und die Aufheizgeschwindigkeit in diesen Zonen einstellbar. Die jeweilige Maximaltemperatur wird durch den Werkstoff des Metallrohres begrenzt. Das Ofenabgas kann wahlweise im Gleich- oder Gegenstrom abgeführt werden.

Die indirekte Beheizung hat den Vorteil, dass vorhandene Feuchte oder Reaktionsgase mit nur geringen Gasgeschwindigkeiten das Rohr durchströmen, und damit Feinstanteile nicht vom Gasstrom mitgeführt werden. Die Abgase werden gefiltert.

Technische Parameter und Besonderheiten

Ofenlänge 8,5 m
beheizte Länge 4 m
lichter Durchmesser 0,5 m
Ofenneigung stufenlos einstellbar
Ofendrehzahl stufenlos einstellbar
Durchsatz Aufgabegut (materialabhängig) 50 .. 250 kg/h
Beheizung indirekt Erdgas, 6 Heizzonen
Brenntemperatur 950 °C / 1.100 °C
Betriebsbedingungen Gegenstrom, Gleichstrom
Ofenbefüllung gravimetrisch mittels Dosierwaage, Schneckendosierer, Vibrationsrinne u.a.
Aufgabegut vorzugsweise mineralische Stoffe, feinkörnig bis feinstückig, Pulver
Besonderheiten hoher Automatisierungsgrad für Lohnfertigung
Peripherie indirekter Wasserkühler angeflanscht Gewebeabscheider Chargenmischer

Thermische Verfahrenstechnik

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