Der indirekt beheizte Drehrohrofen ist für eine kontinuierliche Wärmebehandlung von Schüttgütern vorgesehen. Das Aufgabegut sollte fein- bis mittelkörnig sein. Auch pulvriges Gut kann thermisch behandelt werden.
Das Material gelangt über eine Dosiervorrichtung (gravimetrische Dosierschnecke) direkt in das Ofeninnere. Nach der thermischen Behandlung wird das Gut sofort in einer mit Wasser von außen bedüsten Trommel gekühlt, die mit dem Drehrohr in einer Ebene fest verbunden ist. Anschließend fällt das Fertiggut am Ofenauslauf nach Öffnen einer Klappe in die vorgesehene Verpackungseinheit, z.B. Fässer. Alternativ kann eine Abfüllung in Bigbags oder in einen Chargenmischer zur Homogenisierung erfolgen.
Der indirekt beheizte Drehrohrofen wird mit sech getrennt voneinander regelbaren Heizzonen mittels Erdgas beheizt. Es ist der Temperaturgradient und die Aufheizgeschwindigkeit in diesen Zonen einstellbar. Die jeweilige Maximaltemperatur wird durch den Werkstoff des Metallrohres begrenzt. Das Ofenabgas kann wahlweise im Gleich- oder Gegenstrom abgeführt werden.
Die indirekte Beheizung hat den Vorteil, dass vorhandene Feuchte oder Reaktionsgase mit nur geringen Gasgeschwindigkeiten das Rohr durchströmen, und damit Feinstanteile nicht vom Gasstrom mitgeführt werden. Die Abgase werden gefiltert.
| Ofenlänge | 8,5 m |
|---|---|
| beheizte Länge | 4 m |
| lichter Durchmesser | 0,5 m |
| Ofenneigung | stufenlos einstellbar |
| Ofendrehzahl | stufenlos einstellbar |
| Durchsatz Aufgabegut (materialabhängig) | 50 .. 250 kg/h |
| Beheizung | indirekt Erdgas, 6 Heizzonen |
| Brenntemperatur | 950 °C / 1.100 °C |
| Betriebsbedingungen | Gegenstrom, Gleichstrom |
| Ofenbefüllung | gravimetrisch mittels Dosierwaage, Schneckendosierer, Vibrationsrinne u.a. |
| Aufgabegut | vorzugsweise mineralische Stoffe, feinkörnig bis feinstückig, Pulver |
| Besonderheiten | hoher Automatisierungsgrad für Lohnfertigung |
| Peripherie | indirekter Wasserkühler angeflanscht Gewebeabscheider Chargenmischer |