Dieser Drehrohrofen ist für die thermische Behandlung verschiedenartiger, möglichst mineralischer Schüttgüter mit unterschiedlichen Fördereigenschaften bestimmt. Die Materialdosierung der Anlage wird den zu behandelnden Stoffen angepasst. Die Grundausrüstung besteht aus einem Vorratsbehälter, einer Abzugs- bzw. Zuteilvorrichtung, einem Becherwerk, einer Zellenradschleuse und einer feuerfesten Rohrschurre, über die das Material direkt in den Ofeninnenraum gelangt, der mit Feuerfestmaterial ausgekleidet ist. Nach dem Durchlauf durch den Ofen und der thermischen Behandlung fällt das Material über einen Fallschacht mit Doppelpendelklappe in eine Schwingförderrinne zur Abkühlung.
Der Drehofen wird mit einem Erdgas-Luft (Sauerstoff) Brenner beheizt. Das Temperaturniveau wird über eine Gas-Gleichdruckregelung von Primärluft und Erdgas am Brenner geregelt. Die Flammenform und die Flammentemperatur kann in Grenzen beeinflusst werden. Dem Ofenabgas kann unmittelbar nach dem Ofeneinlauf über eine Frischluftklappe Kaltluft zur Kühlung zugeführt werden. Das so auf maximal 200 °C in der Temperatur begrenzte Abgas durchströmt anschließend einen Gewebefilter zur Abscheidung staubförmiger Gasbestandteile und gelangt über den Abgasventilator in den Ofenkamin.
| Ofenlänge | 4 m |
|---|---|
| lichter Durchmesser | 0,6 m |
| Ausmauerung | variabel einsetzbar |
| Ofenneigung | stufenlos einstellbar |
| Ofendrehzahl (stufenlos einstellbar) | 50 .. 250 kg/h |
| Durchsatz Aufgabegut (materialabhängig) | 150 .. 1.500 kg/h |
| Beheizung | Erdgas-Brenner |
| Brenntemperatur | bis zu 1.450 °C |
| Betriebsbedingungen | Gegenstrom |
| Ofenbefüllung | gravimetrisch/volumetrisch mittels Dosierer, Becherwerk |
| Aufgabegut | vorzugsweise mineralische Stoffe, feinst- bis mittelkörnig (0,2 .. 50 mm) |
| Besonderheiten | Schwingförderrinne als Kühler |
| Peripherie | Gewebeabscheider |